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Schnäppchenjagd, auch an den Börsen!

Heimische Konsumenten sind stets auf der Suche nach den besten und billigsten Angeboten.
Weder Winter- noch Sommerschlußverkauf wurde je ausgelassen.
Die Geschäftsmodelle von Aldi, Lidl und Co liefen zunächst bei uns in Deutschland, ehe damit auch weitere Länder bedient wurden.
Es gibt unzählige Beispiele, wie und wo man zu günstigen Konditionen gespart hat.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert, so ein altes Sprichwort.

Nur: Warum sind diese Schnäppchenjäger nicht an den Börsen unterwegs?

Erstaunlich. Als Ende August die Kurse an den Weltbörsen deutlich fielen, da wäre eigentlich der Zeitpunkt gekommen, auch an den Börsen Schnäppchen zu machen. Kursstürze im zweistelligen Prozentbereich waren da die ideale Gelegenheit, zu günstigsten Konditionen erstklassige Papiere zu ordern.
Erstaunlich aber auch, dass man an den Märkten derzeit Staatsanleihen kauft, die kaum Rendite abwerfen. Teilweise werden sogar von Anlegern Minusrenditen in Kauf genommen. Das ist nicht gespart, oder sogar am falschen Ende gespart!

Diese Denke ist logisch nicht zu erklären.
Auf der einen Seite wird um Centbeträge gefuchst, auf der anderen Seite werden die Chancen zu deutlichen Ertragszuwächsen nicht genutzt.

Mein Tipp: Falls es demnächst nochmals zu deutlichen Kursrückgängen kommen sollte (und die Möglichkeiten kommen immer wieder), dann sollte man einfach die Super-Angebote auch an den Börsen mal nutzen. Nicht nur auf ein günstiges I-Phone warten, sondern auch mal eine günstige Apple-Aktie erwerben.

Die Acht Gebote der Finanzkunst! Nützliche Tipps für Anleger

“Die acht Gebote der Finanzkunst. Alles was jeder wissen muß, der ein Vermögen aufbauen oder vermehren will” so ein sehr interessanter Buchtitel aus dem Jahre 1924. Autor Hermann Zickert.

Da das Buch nicht mehr aufgelegt wurde, möchte ich kurz die acht wesentlichen Punkte wiedergeben. Und hoffen, dass der ein oder andere Leser meines Blogs darin ein paar nützliche Tipps findet!

1 Arbeiten Sie mit Ihrem Kapital!

Das Geniale kann nicht gelernt werden, wohl aber das Handwerkliche. Seien Sie zufrieden, wenn Sie die handwerklichen Griffe erlernt haben und es zu einem achtbaren Vermögen bringen! Bei der Prüfung der Sicherheit spielt der Instinkt eine Rolle.

2 Streben Sie nach Ertrag, nicht nach Kursgewinn!

Oft genug ist das Verlangen an mich gestellt worden, eine Vermögensanlage zu nennen, die zugleich die denkbar grösste Sicherheit und die besten Aussichten auf schnelle Vermehrung biete. Ein solches Verlangen ist töricht. Denn beide Bedingungen schliessen einander aus.

3 Kaufen Sie nur marktgängige Sachen!

Darin besteht eben die Kunst der Kapitalanlage, dass man sein Geld in solchen Dingen anlegt, für die wirklich später eine Nachfrage eintritt, die begehrt werden. Einzelne Papiere kann man wohl kaufen, man wird sie aber nur schlecht wieder los.

4 Lassen Sie sich nicht durch Versprechungen blenden!

Es ist merkwürdig, wie viele Menschen nur auf grosse Versprechungen hin ihr Geld verlieren. Es sind oft sonst kluge Leute. Seien Sie mit Ihrer Kapitalanlage umso vorsichtiger, je grössere Gewinne in Aussicht gestellt werden.

5 Prüfen Sie, bevor Sie kaufen!

Man sollte überhaupt nie etwas kaufen, was man nicht kennt. Lassen Sie sich niemals drängen! Kaufen Sie nicht auf blosse Tipps hin!

6 Fragen Sie nicht den Bankier um Rat!

Es mag noch einige alte Bankiers geben, die sich ganz als Vertrauensperson der Kunden fühlen. Aber diese Sorte Bankiers stirbt aus. Vergessen Sie auch nicht, dass die meisten Bankangestellten und Bankiers selbst an der Börse spekulieren!

7 Versäumen Sie nicht den rechtzeitigen Verkauf!

Eine Binsenwahrheit behauptet, dass man in der Baisse kaufen und in der Hausse verkaufen soll. Die Befolgung dieser Regel hat den Haken, dass weder die Tiefpunkte noch die Höhepunkte der Kurse vorher amtlich angezeigt werden.

8 Machen Sie keine unnötigen und leichtsinnigen Bankschulden!

Ein Spekulationskredit bringt grosse Gefahren mit sich. Denn die Banken pflegen stets in dem Moment ihre Kunden zur Bezahlung der Schulden aufzufordern, wenn die Kurse am niedrigsten sind.

Und, waren die Tipps nützlich?
Geben Sie doch einfach ein Feedback oder Kommentar dazu!

Die Bondmärkte spielen verrückt, was ist zu tun?

Was ist los an den Bondmärkten?

Innerhalb kurzer Zeit ist in der vergangenen Woche wieder Hektik an den Bondmärkten ausgebrochen. Kräftige Renditesprünge an den Märkten führten zu heftigen Kursverlusten. Mit der seit langen Jahren erfolgreichen Strategie, einfach nur Staatsanleihen zu halten und Kursgewinne durch den Zinsrückgang zu generieren, damit ist in 2015 Schluß.
Seit Jahresbeginn hat man mit der Strategie jetzt erstmalig Geld verloren.

Ende der langjährigen Hausse?

Es scheint, als wenn damit jetzt endgültig das Ende einer 30-jährigen Hausse gekommen wäre. Wie sich eine solche Zinswende anfühlt, dass wissen allerdings nur noch ganz wenige “alte Hasen”. Die meisten der heute aktiven Marktteilnehmer haben noch nie eine solche Zinswende erlebt. Vorbereitet sind viele nicht, obwohl es klar war, dass irgendwann die Märkte drehen. Es ist zu erwarten, dass uns heftige Gewitter an den Märkten bevorstehen. Ob immer die richtigen Entscheidungen jetzt getroffen werden. Das darf bezweifelt werden.

Für den Anleger heißt das:
Es ist an der Zeit, die Anlagestrategie zu ändern. Wer jetzt noch in langlaufenden Bonds investiert ist, sollte das mindestens überdenken.
Auch jetzt gilt wieder: Professionellen Rat einholen! “Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich”

Vorsicht: Illiquidität am Rentenmarkt

In den letzten Wochen hat es ja einen “Crash” an den Rentenmärkten gegeben. Der Bundfuture ist von fast 160 auf fast 150 abgestürzt innerhalb weniger Tage. Das bedeutet, dass die Rendite für 10-jährige deutsche Staatsanleihen von 0,09 % innerhalb weniger Tage exorbitant auf 0,75% gestiegen ist. Bill Gross sprach von der Short-Chance des Lebens für jeden Anleger.
Viele Privatanleger, die nur länger laufende Anleihen im Depot hatten, sind auf dem “falschen Fuß” erwischt worden.

Doch es gibt noch eine weitere Gefahr, nicht nur für Privatanleger: Illiquidität!

Durch diverse gesetzliche Reglungen lohnt es sich nicht mehr für die “Market Maker”, Anleihen in den eigenen Beständen zu halten. In der Vergangenheit kauften die Market Maker bei größeren Abweichungen teilweise Papiere in den eigenen Bestand, um diese bei einer Marktberuhigung wieder gewinnbringend zu verkaufen. Doch das ist nicht mehr so!

Die aktuelle Funktion der Market Maker ist eher nur noch die Rolle des Vermittlers. Wenn nun plötzlich “alle” Anleger aus bestimmten Papieren aussteigen wollen, ist nicht mehr ein williger Käufer da. Das kann zu massiven Verwerfungen an den Märkten führen. Als Beispiel: Eben stand der Kurs meiner Anleihe noch bei 100 %. Aus diversen Gründen möchte aber nunmehr keiner das Papier mehr halten. Anstelle der “normalen” Reaktion, das so ein Kurs dann mal auf 99 % und weiter z.B. auf 97,5 % fällt, tut sich hier nichts. Es steht kein Käufer bereit. Vielleicht nur einer mit einem “Abstauberlimit” bei 75 %. Doch dieser Kurs ist entfernt von gut und böse.

Konkret heißt das für den Rentenanleger: Vorsicht vor speziellen Märkten (Hochzinsanleihen, teilweise Unternehmensanleihen, Mittelstandsanleihen etc.). Wenn plötzlich die Märkte anders laufen, als man das erwartet, dann kann das ganz schnell zu massiven Kursverlusten führen, die in der Illiquidität der Märkte begründet liegt. Bei dem aktuellen Zinsniveau ist das nicht nur eine theoretische Überlegung wert.

Nicht auf die vergangen Rendite schauen bei Neuanlagen in solche Märkte, sondern auf die persönliche Risikotragfähigkeit!

Bei Fragen zu bestimmten Anlagen: Ein versierter Finanzberater hilft da gerne weiter.

Wird das Bargeld abgeschafft?

Es ist schon erstaunlich, wie sich in der letzten Zeit die Finanzmärkte entwickelt haben. Erstaunliche Dinge, die einen mit fast 25 Jahren Erfahrung noch immer ein wenig verwundern!

Negative Zinsen

Das man heute nur noch 0,09 % Rendite für die Anlage in 10jährigen Bundesanleihen mit negativer Tendenz erhält, bei allen kürzer laufenden Bundesanleihen gar Geld für die Aufbewahrung bei diesem “erstklassigen” Schuldner zahlen muß, dass war so sicher noch vor kurzer Zeit in keinster Weise zu erwarten. Wo wird das Enden?

Abschaffung des Bargeldes

Aktuell liest man immer wieder von der Idee, dass das Bargeld ganz abgeschafft werden könnte und nur noch mit elektronischem Geld gezahlt werden könnte. Auf dem Weg dahin spricht man auch davon, dass man bei Banken eine Gebühr für die Einzahlung von Banknoten bezahlen muß. Das alles sind nach meiner Einschätzung keine guten Entwicklungen. Diese Blase an den Zinsmärkten, die die Notenbanken weltweit weiter “befeuern” wird wie alle Blasen irgendwann mit einem Knall enden. “Die Mutter aller Blasen”, wie man kürzlich in den Medien lesen konnte

Was soll man als Anleger tun?

Nach wie vor sollte man trotz der schon recht teuren Märkten sein Depot “aktienlastiger” ausrichten. Wenn man per heute bei “Qualitätsaktien”, wie z.B. einer Nestle´ noch immer 2,5% Dividendenrendite erhält, warum sollte ich dann für 0,09 % Geld dem Fiskus zur Verfügung stellen?.
Klar, es wird Kursrückgänge geben. Die sollte man aber nutzen, um die Aktienquote im Depot zu erhöhen.
Welche Quote die richtige ist, da sollte man doch einfach das Gespräch mit seinem persönlichen Berater suchen. Falls Ihr Berater nach wie vor Ihnen Null- oder Minus-Anlagen anbietet, rufen Sie doch einfach mal die 06551- 960569 an oder schreiben fix eine Mail an jk@solide-investments.de!


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